„Was kostet mich das alles?" ist eine der ersten Fragen, die sich Betroffene stellen. Hier findest du eine ehrliche Übersicht – ohne Schönrechnen und ohne die typischen Lockpreise unseriöser Anbieter.

1. Die MPU-Prüfung selbst

Die Gebühr zahlst du an die Begutachtungsstelle (z. B. TÜV, DEKRA). Seit August 2018 darf jede Stelle ihre Preise selbst festlegen. Je nach Anlass beginnen die Kosten ab etwa 600 €. Mehrere Anlässe (z. B. Alkohol + Drogen) erhöhen den Preis.

2. Der Abstinenznachweis

Wird oft separat fällig. Richtwerte: ca. 98 € pro Urin-Screening und ca. 150 € pro Haaranalyse. Über einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten summiert sich das – plane das von Anfang an mit ein.

3. Die professionelle Vorbereitung

Die Vorbereitung ist der Posten, der über Bestehen oder Durchfallen entscheidet. Eine seriöse, individuelle Vorbereitung sollte – auch bei mehreren Delikten – 1.650 € nicht übersteigen. Liegt ein Angebot deutlich darüber, ist Vorsicht geboten.

Vorsicht bei Lockangeboten

Unseriöse Anbieter erkennst du an: Erfolgsgarantien für den ersten Versuch, „Crashkursen" über ein Wochenende, fehlender Zusammenarbeit mit einem Fachanwalt für Verkehrsrecht und fehlender Akteneinsicht. Eine gründliche Vorbereitung dauert mindestens zwei Monate – alles andere ist ein Warnsignal.

Lohnt sich die Vorbereitung?

Eine nicht bestandene MPU bedeutet: erneute Prüfungsgebühr, weitere Monate ohne Führerschein und oft zusätzliche Abstinenzzeit. Gemessen daran ist eine gute Vorbereitung in aller Regel die günstigere Entscheidung.