Die Unsicherheit vor der MPU kommt oft daher, dass man gar nicht weiß, was passiert. Dabei ist der Ablauf bundesweit einheitlich aufgebaut. Eine MPU dauert insgesamt rund drei bis vier Stunden und besteht aus drei Teilen.

1. Medizinische Untersuchung

Ein Arzt prüft Ihren körperlichen Zustand und wertet – je nach Anlass – Laborwerte aus, etwa Abstinenznachweise oder Leberwerte. Es geht um die Frage, ob es körperliche Hinweise auf einen problematischen Konsum gibt.

2. Leistungstest am Computer

Ein Reaktions- und Konzentrationstest, häufig mit dem Wiener Testsystem. Geprüft werden Reaktion, Aufmerksamkeit und Belastbarkeit. Wichtig: Sie brauchen keine Computerkenntnisse, und mit etwas Übung ist dieser Teil gut machbar. Üben können Sie ihn vorab mit unserem kostenlosen Reaktionstest.

3. Das psychologische Gespräch

Der wichtigste Teil. Im Gespräch mit dem Gutachter geht es darum, ob Sie Ihr früheres Verhalten verstanden und dauerhaft geändert haben. Hier entscheidet sich die MPU – und hier zahlt sich eine gute Vorbereitung am meisten aus.

Wie geht es danach weiter?

Das Gutachten wird nicht sofort vor Ort verkündet. In der Regel meldet sich die Stelle nach ein bis zwei Wochen. Mit einem positiven Gutachten beantragen Sie die Neuerteilung der Fahrerlaubnis.