Bei der Alkohol-MPU stehen zwei Strategien zur Wahl: vollständige Abstinenz oder kontrolliertes Trinken. Welcher Weg zu Ihnen passt, entscheidet sich nicht nach Wunsch, sondern nach Ihrem Fall. Die falsche Wahl ist einer der häufigsten Gründe fürs Durchfallen.
Wann Abstinenz nötig ist
Bei hohen Promillewerten (Richtwert ab 1,6 Promille), bei Hinweisen auf eine Abhängigkeit oder bei wiederholten Alkoholfahrten erwartet der Gutachter in der Regel nachgewiesene Abstinenz – über 6 oder 12 Monate. Kontrolliertes Trinken ist hier meist nicht glaubwürdig.
Wann kontrolliertes Trinken möglich ist
War es ein einmaliger Vorfall mit eher niedrigem Wert und gibt es keine Anzeichen für ein Alkoholproblem, kann ein dauerhaft kontrollierter, maßvoller Umgang der passende Weg sein. Voraussetzung: Sie können glaubhaft und stabil zeigen, dass Sie Konsum und Fahren sicher trennen.
Worauf es ankommt
- Ehrliche Selbsteinschätzung: Der Weg muss zu Ihrem echten Konsumverhalten passen – nicht zu dem, was bequemer klingt.
- Stabile Veränderung: Egal welcher Weg – der Gutachter will eine nachvollziehbare, dauerhafte Verhaltensänderung sehen.
- Konsistenz zur Akte: Werte und Vorgeschichte müssen zu Ihrer Darstellung passen.
Fazit
Abstinenz oder kontrolliertes Trinken ist die wichtigste Weichenstellung Ihrer Alkohol-MPU. Lassen Sie früh klären, welcher Weg bei Ihnen realistisch ist – im kostenlosen Erstgespräch schätzen wir das ehrlich ein.
